Klassische Science-Fiction-Filme – Amazing Transparent Man

Zwar gleichzeitig mit dem wesentlich interessanten Beyond the Time Barrier wurde Edgar G. Ulmers The Amazing Transparent Man gedreht, viel mehr haben die beiden Filme doch nicht gemeinsam. Der erste ist eine eher schlechter Gangster-Film mit einem SciFi-Aufhänger. Auf ganzer Linie ist der zweite ein zwar nicht erfolgreicher, aber doch interessanter Science-Fiction-Film.

Krenner plant so, eine unsichtbare Armee, die er an den höchsten Bieter verkaufen will, zu schaffen. Als er bisher zur Verfügung hat, braucht er dafür doch wesentlich mehr radioaktives Rohmaterial. Mit Hilfe seine Geliebten Laura Matson befreit er daher den Star-Einbrecher Joey Faust aus dem Gefängnis, der als unsichtbarer Panzerknacker Abhilfe schaffen soll. Als sich die Nebenwirkungen der Maschine bemerkbar machen, kommt es selbstverständlich zu Konflikten zwischen den unterschiedlichen Parteien, erst recht.

Denn gerade was die Charaktere angeht, ist es schade, hätte man aus dem Film weit mehr machen können. Es gibt keinen Helden; Nur in kurzen Szenen kommen Polizisten vor und als die Rolle namenloser Statisten spielen nie mehr. Alle Hauptakteure handeln aus Angst, aus Gier oder unter Zwang. Aber die Eigenschaften der Charaktere und tieferen Motive werden nie weiter ergründet, auf einer oberflächlichen Handlungsebene bleibt der Film stecken.

Selbstverständlich hat dies auch sein Gutes: Auf keine große Langeweile kommt bei einer Laufzeit von weniger als einer Stunde auf. Trotzdem ist The Amazing Transparent Man vor allem eine verpasste Chance.