Alles rund um den Animationsfilm

Der Animationsfilm „Tarzan“ von Reinhard Kloos ist besonders beliebt und gilt für aufregend, modern, witzig und psychologisch tief.

An die fantastische Fantasy-Welt von „Avatar“ und dem lokalen ökologischen Kampf gegen industrielle Nutzung erinnert der Dschungel kräftig. Und damit ist auch noch ein Bogen zu SciFi- und Abenteuerelemente geschlagen, die durch einen Weltall-Kometen in diese Geschichte einschlagen. Selbst Hitchcocks „Vögel“-Horror blinkt kurz.

Mit all dieser Ladegeschichte bleibt „Tarzan“ eine psychologisch eleganter und manchmal spielerischer Film über das Erwachsenwerden. Wir sehen Tarzan, wie er als „Affen ohne Fell“ spielerisch in der Affenwelt integriert. Wie er sich dann aber später seinen Rang erkämpfen muss – brutal aufregend gegen den Sippen-Tyrannen. Es ist schön, dass die Tiere hier natürlich bewohnt und nicht einfach vermenschlicht werden. Dennoch werden alle psychologischen Fragen ausgespielt, die auch beispielhaft in der fremden Welt der Natur nachgewiesen werden kann: die Nabelschnur von der Mutterliebe, die Frage, wann man noch Junge, vielleicht schon Mann ist, der Punkt, an dem man selbst Verantwortung übernehmen muss und die Frage nach der Missionen im Leben, die hier klar, aber ohne übertriebene Pädagogik, mit der ökologischen Verantwortung beantwortet wird. Diese neue „Tarzan“ so dynamisch ist, die Handlung komplex, manchmal schwer, dass er erst ab 10 Jahren sinnvoll anzuschauen ist.