Der beste Musikfilm – Kindheitserinnerungen am Strand

Kindheitserinnerungen am Strand ist ein wirklich guter Musikfilm.

Mit dem Titellied des Albums Agaetis Byrjun (1999) das unplugged kommt beim nächsten Auftritt, sprich: ohne elektrische Instrumente gespielte Segment von Heima zur Geltung. Eine Idee die auf Anhieb so unwahrscheinlich erscheint wie eine ‘unplugged’ Kraftwerk-Tournee oder Tangerine Dream. Während der Island-Tour hatten allerdings Sigur Rós bei einer Gelegenheit mehr oder weniger notgedrungen ohne Strom gespielt und so durch Zufall eine interessante neue Musikrichtung für sich entdeckt. Die Lieder klingen unplugged erstaunlich gut: Nur mit leisem Schlagzeug, Piano und Akustik-Gitarren, als die elektrischen Versionen manchmal sogar fast besser. Diesmal ist der Ort ein holzvertafeltes, leeres Gemeindehaus in dem Dorf Vik, an der Südspitze Islands, das u.a. für seine Lage am Fuss des Gletschers Myrdalsjökull und seinen schwarzen Lava-Strand bekannt ist. Hier sind wir in der Tat unweit von Eyjafjallajokull, dem Vulkan der später, im Jahr 2010 zum Medienstar werden sollte. Bilder werden während dem Lied eingeblendet von Flugzeugwracks, vulkanischen Wüsten und Kindern, die an einem Strand die mit Krebsen und Fahrädern spielen. Kindheit als Symbol für eine Zeit von Unbeschwertheit, dies scheint uns eine der Inspirationen für den meist verträumten, etwas melancholischen Klang des Gesangs und der Band zu sein.

Viel Spaß beim Kindheitserinnerungen am Strand!