Besonders beliebte Gangsterfilm im Überblick

Wie Gangsterfilme sind nur wenige Genres so beliebt. Und um sowohl beim Mainstream als auch beim Arthouse Publikum Punkte zu sammeln, so scheint sich das Image des skrupellosen Gangsters bestens zu eignen, wenn man auf die Karrieren unterschiedlicher Hollywood-Größen wie Al Pacino oder Robert De Niro schaut.

Scarface (1983, R: Brian De Palma)

Als Hollywoods kaltblütigster Darsteller festigte Al Pacino seinen Ruf mit der Verkörperung von Tony Montana. Auf einem Drehbuch des damals noch recht unbekannten Oliver Stone beruht dabei der Gangsterfilm von Brian De Palma. Die Produzenten wollten eigentlich ein Remake des gleichnamigen Klassikers von 1932 drehen, aber Stone verlagerte die Geschichte, die lose an den Aufstieg und Fall von Al Capone angelehnt war, in das Miami der 80er Jahre. Nicht nur dank seines ganz expliziten Vokabulars, sondern vor allem auch durch die teils heftige Gewalt ist Scarface berühmt geworden. Niemand, der den Film gesehen hat, wird die Duschszene vergessen können. Und auch der Showdown sucht immer noch seinesgleichen.

Der Pate – Teil 2 (1974, R: Francis Ford Coppola)

Der Pate Teil 2 folgt ganz knapp auf Platz zwei der besten Gangsterfilme, ebenfalls mit Al Pacino in der Hauptrolle. Bereits in Der Pate Teil 1 hat er als Michael Corleone das Heft immer mehr in seine Hand genommen, in Teil 2 räumt er anschließend auf kompromissloseste Art und Weise mit all seinen mafiösen Widersachern auf. Zu den größten Momenten der Filmgeschichte zählt bereits die Parallelmontage zu Anfang des Films, bei der Michael zeitgleich zur Kommunion seines Sohnes mehrere Geschäfte regelt. Regisseur Francis Ford Coppola erzählt in einem weiteren Strang den Aufstieg von Michaels Vater Vito, der sich als mittelloser Immigrant mit unterschiedlichen Verbrechen Respekt auf der Straße verschaffen konnte. Als Film-Mafiosi war dies Robert De Niros gelungener Einstieg in die Karriere.

Zu guter Letzt: viel Spaß bei Gangsterfilm machen!

The Mole People im Übersicht

Von manchen Personen wurde bis weit in die Neuzeit gewissenhaft die These vertreten, dass die Erde im Inneren hohl sei und sich dort eine weitere Welt befinde. Jule Vernes Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist die bekannteste literarische Ausformung dieser im englischen Hollow Earth Hypothese genannten Theorie. Mit diesem Szenario spielt auch The Mole People.

Hier wird Verne zwar also nicht direkt referenziert, doch im etwas ungelenken Intro des Films stellt Prof. Frank C. Baxter unterschiedliche Versionen der Hollow-Earth-These vor: die von Karl Neupert, John Cleves Symmes und Cyrus Reed Teed.

Irgendwo in Asien (wohl in Mesopotamien) an einer sumerischen Ausgrabungsstätte arbeitet eine Gruppe amerikanischer Archäologen in The Mole People. Finden sie nach einem Erdbeben ein freigelegtes sumerisches Artefakt, das auf einen nahe gelegenen Berg von einer Flucht zu Zeiten einer großen Flut erzählt. Ganz in Indiana-Jones-Manier machen sich die Forscher auf, den Berg zu besteigen. Durch einen Unfall entdecken sie dort im Inneren des Berges eine Zivilisation, die seit sumerischer Zeit dort abgeschottet von der Außenwelt überlebt hat.

Zu den üblichen Verirrungen und Intrigen kommt es, inklusive einer geplanten Opferung an die Göttin Istar durch den unerlässlichen bösen Hohepriester; und in die Eingeborene Adad selbstverständlich verliebt sich der Archäologe Dr. Roger Bentley.

Man kann hier wie schon in Obschon Der Schrecken vom Amazonas einige Standard-Tropen erkennen, obgleich The Mole People nichts mit der üblichen Raumfahrt-Science-Fiction zu tun hat. Es gibt hier statt des gefahrvollen Flugs mit einem Raumschiff die Besteigung des Berges. Hier wird das innere der Erde statt eines fremden Planeten erreicht. Zur Raumfahrt-SF gibt es sogar eine weitere Parallele: Was dort der Meteoriten-Schauer ist, übernimmt hier die Schnee-Lawine. Und abgearbeitet wird ein weiteres SciFi-Film-Klischee: die exotische Tanzsszene. Ansonsten doch erinnert The Mole People, auf jeden Falls sobald die versunkene Zivilisation erreicht ist, dank der wenig überzeugen Maulwurf-Menschen-Masken und der übertrieben exotischen Kostüme vor allem an SciFi- und Abenteuer-Serials der 30er und 40er Jahre.

Das Ende des Films ist bemerkenswert: Für Bentley und Adad gibt es trotz gelungender Flucht kein Happy End, sondern Adad kommt am Berg um. Dies war laut imdb ursprünglich anders geplant. Weil man die mögliche Andeutung einer gemischt-rassigen Beziehung vermeiden wollte, wurde das Ende auf Druck der Produktionsfirma neu gefilmt.

Au voleur – A Real Life

Isabelle (spielt Florence Loiret-Caille) ist eine Aushilfslehrerin, auch unterrichtet Deutsch in der Pariser Banlieue. Bruno (spielt Guillaume Depardieu), ein Kleinganove, schlägt sich mit Einbrüchen durch. Als er eines Tages Isabelle bestehlen will, verlieben sich die beiden ineinander, dennoch sie werden von Brunos Vergangenheit eingeholt, dass von der Polizei verfolgt, verflüchtigen sie mit dem Auto in den Wald. Hierbei tut sich zufällig eine andere Welt vor ihnen auf, dass abseits von Polizei und auch Gesetzen sie jegliches Zeitgefühl verlieren.

Allerdings lief am 16.12.2010 der Film Au voleur – A Real Life in den deutschen Kinos an. Die Originalfassung wurde unter dem Titel Au voleur berühmt. Dazu werden Sie als Fan des Genres ‚Drama, Gangsterfilm und Liebesfilm‘ auf ihre Kosten kommen, wenn Sie einen Film suchen, der herzzerreißend, trostlos und bleiern ist. Bei den Hauptrollen entschieden Sie sich für Darsteller wie zum Beispiel Guillaume Depardieu, Florence Loiret und Jacques Nolot. Danach stammt das Drehbuch zu Au voleur – A Real Life von Sarah Petit und auch Emanuelle Jacob, oder noch die Regieanweisungen dieses etwa 100-minütigen Films erteilte Sarah Petit.

Tammy – Voll abgefahren

Es läuft nicht gut für Tammy (spielt Melissa McCarthy), dass zuerst sie ihre Schrottkarre endgültig zu Bruch fährt, danach verliert sie noch danach ihren nicht so gut bezahlten Job in einer Burger-Klitsche. Danach nichts wie nach Hause, denkt sie und erwischt ihren Mann mit der Nachbarin. Weil hilft einzig, dass Ghettoblaster aufdrehen und das Weite suchen! Also ohne einen fahrbahren Untersatz oder noch einen Cent in der Tasche ein schwieriges Unterfangen. Aber wie meist kann es noch schlimmer kommen, dennoch die nur, die sie in ihrer Situation anhauen kann, ist Oma Pearl (spielt Susan Sarandon). Die hat ein Auto, Kohle, oder auch sie wollte meist bereits mal die Niagara-Fälle sehen. Obwohl die nicht auf jeden Fall auf Tammys Fluchtroute liegen. Dennoch sie brettert los mit Oma im Schlepptau. Dazu merkt Tammy bald, dass dieser Trip gehörig ihre Kragenweite hat. Allerdings können richtig aufdrehen die Spitzenstars Melissa McCarthy (Brautalarm) oder noch Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon (Dead Man Walking – Sein letzter Gang) in dem Regiedebüt von Ben Falcone, der insgesamt mit McCarthy noch danach das Drehbuch schrieb. Dazu sind die Nebenrollen mit Darsteller-Größen wie Kathy Bates, Dan Aykroyd oder Toni Collette besetzt. Ein Trip, den Sie sich so schnell nicht vergissen.

Auf dem Weg zu der Arbeit stößt Tammy mit einem Reh insgesamt, was ihrem Auto in demGegensatz zu dem Tier das Leben kostet. Kurz darauf verliert sie ihren Job in der Burgerbraterei und als sie daher zu Hause ankommt und sich von ihrer besseren Hälfte trösten lassen will, muss sie bestimmen, dass der Gatte gerade ihre Nachbarin liebevoll bekocht.

Allerdings beschließt sie wutentbrannt, ihrer Heimatstadt den Rücken zu kehren. Dazu benötigt sie den Wagen und das Bargeld ihrer Großmutter Pearl, die es sich nicht nehmen lässt, die Enkelin zu begleiten.

Zum Ende ist Top-Komödiantinnen in dem Gag-Duell, dass ein Trip mit diesen Ladies wie ein Sechser in dem Lach-Lotto ist.

45 Minuten bis Ramallah

Hierbei gibt es noch stabile Farce vom Hintergrund des Nahost-Konflikts, die Elemente des Buddymovie mit schwarzem Humor verbindet.

Danach Böser Israeli, gute Palästinenser, oder umgekehrt diese meist anzutreffende mediale Schwarz-Weiß-Malerei hat bei Ali Samadi Ahadi keine Chance. Weder ideologische Präferenzen auch das Fingerspitzengefühl beim diffizilen politischen Thema kümmern ihn. Danach darf der aus dem Iran stammende deutsche Regisseur heilige Kühe an dem stetig Band schlachten oder noch alles und jeden durch den Kakao ziehen.

Israelis und Palästinenser kriegen ihr Fett ab, wenn Rafik, ein Palästinenser aus Ostjerusalem, der in Hamburg Teller spült, oder noch sein ungeliebter Bruder Jamal, dessen Hochzeitsfeier durch den zufälligen Tod des Vaters aus dem Takt gerät, insgesamt die Leiche über die Grenze nach Ramallah schmuggeln. Gewöhnlich dauert es von Jerusalem bis Ramallah, wo der Patriarch seine letzte Ruhestätte finden soll, einzig 45 Minuten. Nicht aber, wenn das Auto samt Leiche und Ausweis von einer blonden Russin geklaut wird, und die wilden Autoschieber nicht mit sich spaßen lassen. Ahadi wagt sich weit vor, wenn er sich wild zielstrebigen zwischen Klamotte, Komödie und Klamauk durchlaviert. Das zwiespältige Duo erträgt einiges bei dem Kurztrip, der sich zu der dreitägigen Odyssee ausweitet.

Israelis schlagen und schikanieren sie, islamistische Terroristen wollen sie zuerst als Verräter töten, danach als Selbstmordattentäter in das Feindesland zurückschicken. Am Ende resümiert Dieses Land ist ein Irrenhaus Rafik. Dazu trifft ins Schwarze bei der Ansammlung von Alltagsabsurditäten oder noch menschlichen Skurrilitäten.

Wie die beiden armen Tröpfe unter der Fuchtel der Dschihadisten ein Märtyrer-Video insgesamt stammeln, das strahlt bereits den Charme einer verderblichen Parodie aus. Obwohl Sie sich an den Nahost-Konflikt als Komödie gewöhnen muss oder noch von den zahllosen Nebenfiguren nicht alle Interesse wecken, gibt dieses überdrehte Roadmovie mit seiner handfest überzeichneten Wirklichkeit eine Vorahnung vor dem voll gewöhnlichen Wahnsinn in Israel oder noch den palästinensischen Autonomiegebieten. Es kuriose Kinobömbchen sollte zünden. Obwohl Hardliner auf beiden Seiten oder noch die Gralshüter eines politischen Purismus natürlich leise grummeln, könnte das Publikum aber absolut beim bissig-bösen Trip laut lachen.